Hansestadt Rostock
In Rostocks Wappen findet sich neben dem goldenen Greif, diesem Stolz
und Stärke symbolisierenden Fabelwesen, die Farben der Hanse: ein
silberner (weißer) und ein roter Balken.
 Rostock
ist mit Leib und Seele Hansestadt. Im Jahre 1259 begründete es mit
Lübeck und Hamburg die deutsche Hanse, die mehr als drei Jahrhunderte
seine Geschichte bestimmte.
Die Schönheit dieser Stadt hielt der Kaufmann Vicke Schorler 1578-86
für die Nachwelt fest. Auf einer fast 19 Meter langen und "eine
Elle" breiten Papierrolle stellte er Haus für Haus, Straße
für Straße mit größter Genauigkeit dar: Kirchen,
Klöster und Hospitäler, Giebelhäuser, Stadttore, Stadtmauer,
Hafenanlage, Speicher, Kräne und Brücken sowie die umliegenden
Ortschaften zeichnete er in Frontalansicht, so wie sie ein vorbeigehender
Passant sieht.
Diese gemalte Rolle hat sich bis heute erhalten und wird im Rostocker
Stadtarchiv verwahrt.
Von
dem alten Rostock ist heute nicht mehr viel vorhanden. Im Zweiten Weltkrieg
fielen über 40% der Gebäude der Stadt im Bombenhagel in Schutt
und Asche.
Umso größere Kostbarkeiten sind die erhalten gebliebenen Meisterwerke
hanseatischer Baukunst, die bei einem Bummel durch das historische Zentrum
zu entdecken sind.
In der größten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns
gibt es bereits seit 1419 eine Universität.
Wer ein bisschen Studentenflair schnuppern möchte, kann seine Kinder
ruhig mitnehmen. Die werden sicherlich den "Brunnen der Lebensfreude"
lieben. Zwischen den wunderbar lebensfrohen Bronzefiguren des 1980 geschaffenen,
beckenlosen Brunnens auf dem dreieckigen Universitätsplatz kann man
herumlaufen und plantschen, eine Riesengaudi nicht nur bei heißem
Wetter.
Für Kinder gibt es im Schifffahrtsmuseum viel zu
erfahren und zu erleben.
Als Kapitän stehen sie auf der Kommandobrücke. In den Sommerferien
werden Galionsfiguren modelliert und Meeresungeheuer gemalt.
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